Lyrik und Geschreibsel
Unter einer Patina aus schwarzem Eschen-Ruß
erhasche ich einen sekundenlangen Blick auf Bronze und Bernstein.
Mit dem Sprenkel aus goldener Morgendämmerung durchsetzt,
durch die lodernd-kriechend-alten Feuer genährt.
Deine Augen zerteilen mich, Gefährte, wenn ich sie sehe,
und bauen mich neu.
Ich kann nicht anders als in ihnen zu suchen.
Und zu finden.
Ich schlafe in deinem Schutz und der Schnee küsst mein Haar.
Auf dem Wind reiten die Krähen.
Du sprichst meinen Namen,
den Wolfsnamen, den kein Mensch je hörte.
Du rufst mich heim in den stampfenden Norden.
Ich fühle wie die Flamme flüstert.
Funke von der Glut springt zu mir,
Verbrennt mich nicht.
Harz schmilzt und raucht himmelwärts.
Niemals ward ich so gesehen.
Niemals werd ich sein wie zuvor.
Wenn du bei mir bist.
Copyright by Alexis Solvey Viorsdottir
Der Kartograph
(für P.)
Masche, Fluss,
Wog’ und Wehe.
Wege.
Eingeteilt in zeitgeheilte Zwischenbreiten-
Grade meines todgefreiten Herzens.
Schöner, fremder, artverwandter
Kartograph von Unterwelten.
Der du bist, du Liebster.
Unbeschriebner Blätterreigen
fern von grün-goldnen Galaxien.
Eingehaucht in mondgeküsstes Firmament.
Du bereitest meiner (Selbst)Blendung
einen Tod, der heilsam ist.
Du bist mir Zeichner ungeformter Straßen.
Bettest Flüsse hin zur rechen Zeit
Und Berge hin zur rechten Höhe.
Vom Raub meiner Ziele sprech ich dich frei.
Doch du, mein Herr, wirst sehn
welch anders Licht ich bin, wenn keine Spiegel,
keine Schalk- und Glitzerdinger blitzen.
Weil die Splitter meiner Farben
kaleidoskopengleich deine Karten kolorieren.
Copyright by Alexis Solvey Viorsdottir
Hier ein Fundstück aus einem meiner ur-alten Schulbücher... von Marie v. Ebner-Eschenbach.
Ein kleines Lied!
Wie gehts nur an,
Daß man so lieb
Es haben kann,
Was liegt darin? Erzähle!
Es liegt darin
Ein wenig Klang,
Ein wenig wohllaut
Und Gesang,
Und eine ganze Seele.
Heute ist wieder ein Blog-Tag. Ich könnte alle zehn Minuten etwas schreiben ^^... schlimm, ich weiß.
hab mal wieder ein Gedicht ausgegraben. Es ist ca. zwei Jahre alt und von mir.
Heimkehren...
Heimkehren in ein Land das meine Wurzeln nicht trägt.......
Heimkehren zu den Illusionen meiner Ahnen.......
Heimkehren und meine Finger in die fruchtbare, schwarze Erde graben.......
Heimkehren und im größten Schmerz, im größten Verlust ganz werden.......
Heimkehren in das Fremde, in das Ferne, in den Nebel über den Tälern.......
Heimkehren und meine Sprache ganz verlieren.......
Heimkehren und meinen Namen aus den Mündern der Menschen hören.......
Heimkehren und meinen wahren Namen hören.......
Heimkehren...
copyright by alexis solvey viorsdottir
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Das Blut ist schwarz im Mondlicht.
Wenn es sich über die trockene Erde ergießt.
Gierig ist es gesaugt,
von hungrigen Tierzungen geleckt und verloren.
Und weiß, deine Haut
wie das Blendwerk hinter den Wolken.
Weiß über mir, mit dem silbernen Blitzen
und Schimmern deiner Klinge.
Blickgebannt und schwarz gemalt.
Deine sanfte Hand an meiner Kehle.
Bin ich dir haltlos geworden.
Ergeben. Geduldig.
Atmen wir einander.
.. ..
In meinem Rausch.
In meiner flammenden Trunkenheit.
In meinem Taumel warf der Mond
benebelt und schwach
mich in deine Arme.
Hast du mich gefangen und weich gebettet.
Deine warmen Schultern haben mich
vor dem Aufschlag entführt.
Als ich auf dich brandete
Die Abgründe schluckten dich.
Mit.
Mir.
In einen tiefgeborgenen Geist.
Tief zum Kern der Sinne.
Mein Daumen zerriss die Haut
Auf einem Schlüsselbein und alles.
Bis du all der Waffen Herr warst,
die Notwendigen,
um mein zu sein.
All den Weg bist du mir nach gefolgt.
Durch die Dornen.
Zogst Spuren aus Schwarz-Rot
Nach. Und reißgezahntes Wild.
.. ..
Bis du mich wieder fandest.
Und ich liege.
Bewegungsfern gefesselt
im Haar der Pappeln verhangen.
Dein Weiß über mir, mit dem silbernen Blitzen
und Schimmern deiner Klinge.
Blickgebannt und schwarz gemalt.
Deine sanfte Hand an meiner Kehle.
Bin ich dir haltlos geworden.
Ergeben. Geduldig.
Atmen wir einander.
Copyright by Alexis Solvey Viorsdottir
Ich habe Schweiß von deiner Haut geliebt.
Traumlos schlafend.
Und das Salz gab mir ein Meer,
weich und weit, tief und haltlos.
Es hat meine Zunge aufgeraut und zerschnitten.
dass meine Sprache starb.
Ich konnte nur noch dich atmen,
mit einem schwarzen Falter auf dem Herzen.
Körperlichkeiten. Endlichkeiten.
Bauchkrämpfe und Übelkeit fraßen
alles was ich hätte wollen können.
Ich wollte nichts. Nur sein.
Neben dir. Mit dir. Allein.
Dein warmer Tiergeruch,
herbes Leder und kühler Wind.
Weich und frei.
Auch Holzsplitter im Feuer.
Warme Kleidung die du ausgezogen hattest.
Das roch ich und schmeckte es
Auf meiner blutigen Zunge,
Salz und Eisen.
Machte mich benommen.
Du hast mich gefangen,
mit der Dunkelheit deiner Augen.
Bis zu dem Punkt, als du mich geküsst hast.
Mich trafen deine Lippen wie das Meer,
umspült von Materie deiner Haut,
wie die Brandung im Mond.
Und ich wurde haltloser, unangreifbar zwar,
doch haltlos in deiner Nähe,
wie auf offener See.
Ich würde dich niemals besitzen.
Und wollte es auch nicht.
Ich sah die zeitlosen Linien,
die jeder deiner Bewegungen folgten.
Ihnen voran gingen.
Du legtest dich neben mich,
vollkommen nackt, Schulter an Schulter.
Fahles Licht zwielichtiger Sonnen
Auf uns. Kalt schneidend.
Ich konnte dich weiter atmen.
Muschelsand und Dünengras.
Und du hast mir von den Sternen erzählt.
Himmelskoordinaten, Daten, Zahlen,
hast du alle gekannt und aufgezählt.
Formeln und Fakten.
Hast du in den weiten Raum geflüstert,
weil du wusstest, dass ich deine Stimme mag.
Du hast mich mit Worten und Mathematik verführt.
Ohne mich zu berühren war ich dir endlos ergeben,
erlegen, erregt und gefangen
in Naturkonstanten.
Singend hast du mich liebkost,
Deine Sprache wob Zauberbanne
ganz tief in mein Blut.
Raunte Tierworte.
Zischte animalische Laute,
Fremde Welten, mit fremden Gedanken,
ferne Reiche voller ferner Moral.
Gesetzlose Anarchie, gleich tiefste Verbundenheit.
Deinen Atem an meinem Ohr.
Deinen Atem, wie Gottesatem,
Ich ließ dich tief in mich fallen
Und eins werden mit mir.
Beton unter uns, um uns.
Schmerzte unter der Haut,
als würden Knochen bersten.
Schwerkraft und Vakuum.
Grau. Hart. Den Wellen so fern.
Neben mir dein warmes, lebendiges Fleisch.
Nichts das dir glich.
oder zärtlicher war als dein Flüstern.
Gravitation.
Löstest sie für mich auf in Zahlen.
Pheromone.
Schnittst sie zu chemischen Einheiten.
Lust.
Reduziertest sie auf philosophische Konstrukte.
Bis ich selbst heilig und pur war
Das war was du wolltest.
Befreit von allem was stirbt,
auf ein Maximum an Gefühl gehoben,
Deine Lyrik erbebte in mir.
Und mit einer letzten und einzigen Berührung,
einer orgiastischen,
das Selbst auflösenden Verbindung
legtest du mir die Saat in den Geist,
die meine Welten sprengen würde.
Die alle Rahmen zerlege
und alle Schranken zerstörte.
Die Konventionen und Scham ausmerzte.
Und nur noch das reine Menschsein übrig lies.
Zwischen dir und mir.
Das endgültige Einssein und Lieben
Um der Liebe willen.
Wir sind machtvoll und frei.
Nichts bindet uns.
Darum folge ich dir nach.
Und du mir.
Copyright by Alexis Solvey Viorsdottir
Aus gegebenem Anlass...
Normalerweise poste ich meine Lyrik bei Myspace. Aber ich dachte mir, es schadet sicher nicht es auch hier zu tun. Vielleicht gefällt es ja der/dem einen oder anderen.
Hier erst mal mein letztes Werk. Es heißt "Klingen".
Ich folge dir heute…
In deine schwarzen Höhlen, in das geisterhafte Zwielicht.
Folge deinem Flüstern, das sich wie Feuer in meinen Gehörgang krallt.
Meine Augen geschlossen,
wanke ich mit betrunkenen Sinnen
Deiner Spur hinterher.
Ich rieche deine Süße, sie macht mich leichter.
Und bitter.
Ich folge deinem Wahnsinn nach.
Gedankenkonstrukt, wie kann ich dich halten?
Deine Worte wie Schwerthiebe,
Klingenumwunden liebst du mich mit deinen Händen.
Liebst mich mit deinen Messerküssen.
Und ich bin dir ergeben.
So sehr, viel zu sehr lasse ich mich in dich fallen.
In die Klauen eines Raubtieres
das mich töten könnte wenn es wollte.
Zerschneide und Zerfleische mich.
Der Tod hat mich schon längst geküsst und in mich geblickt.
Du kannst nicht viel mehr von mir nehmen.
Copyright by Alexis Solvey Viorsdottir